Tierchirurgie

THP (Total Hip Prosthesis, künstliches Hüftgelenk)

 
 
Die Hüftgelenksprothese wird zur Behandlung von hochgradiger Hüftgelenksdysplasie (HD) oder Hüftgelenksarthrose eingesetzt. Dabei wird das erkrankte Hüftgelenk vollständig entfernt und durch ein künstliches ersetzt. Nach erfolgreicher Operation können sich die Hunde wieder schmerzfrei bewegen. Die bei uns verwendete Prothese ist ein so genannt zementfreies Implantat (Zurich cementless), welches von Prof. Montavon und Dr. Tépic (Kyon) entwickelt wurde. Die Prothese wird weltweit verwendet und besteht aus den Hautpanteilen Stamm, Hals und Pfanne in verschieden Grössen und Längen, die es uns erlauben Hunde ab circa 15kg Körpergewicht zu operieren. Stamm und Hals bestehen aus Titan, die Pfanne aus Titan mit Polymethylmetacrylat.
 

Hüftgelenksprothese Material / © Kyon
Die Gelenkspfanne wird bei der Operation passgenau vorbereitet und die künstliche Pfanne in den Knochen eingeschlagen. Mit der Zeit wächst Knochen in die vorhandenen Löcher in der Pfanne ein und sorgt für eine permanente Verbindung. Der Stamm wird mittels 4-5 Schrauben an der Innenseite des Knochens fest verankert.
 

Hüftgelenksprothese / © Kyon
 
Aktuelle Röntgenbilder dienen zur Operationsplanung und Auswahl der Implantatsgrössen. Die Hunde werden unter Vollnarkose operiert und einen Tag zur Schmerzbehandlung stationär behalten. Einen Tag nach der Operation werden sie normalerweise nach Hause entlassen. Die meisten Hunde belasten das Bein schon wenige Tage nach der Operation. Eine gute Nachbehandlung ist notwendig um den Operationserfolg nicht zu gefährden. Einige Wochen nach dem Eingriff können die Hunde das Gelenk schmerzfrei und vollständig belasten. Die Prognose ist in den meisten Fällen sehr gut und Komplikationen sind selten.
 

Hüftgelenksprothese 4 Monate postoperativ

Hüftgelenksprothese präoperatives Röntgen
 
 
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