Tierchirurgie

Fibrosarkom der Katze

 
 
Das Fibrosarkom der Katze ist ein bösartiger Tumor, der nach subkutanen Injektionen entstehen kann (ISS, Injection Site Sarcoma). Sein biologisches Verhalten ist vor allem ein lokal infiltratives Wachstum. Lungenmetastasen treten in circa 10-20% der Fälle auf. Jede Schwellung oder Verhärtung, welche 1-2 Monate nach einer subkutanen Injektion nicht vollständig verschwindet, sollte mit einer Feinnadelaspiration (FNA) oder mit einer Biopsie (chirurgische Teilentnahme von verändertem Gewebe) abgeklärt werden. Bei der Behandlung des Fibrosarkoms ist die Grösse und Lokalisation des Tumors entscheidend ob der Tumor vollständig entfernt werden kann. Was wir als Knoten wahrnehmen ist wie die Spitze des Eisberges nur ein Teil des Tumors. Mikroskopisch kleine Fäden reichen weitgehend in die umliegenden Gewebe und müssen mit entfernt werden. Die chirurgischen Ränder sollten deshalb 3-5 cm des gesunden Gewebes in der Umgebung und 1-2 Faszienschichten in der Tiefe beinhalten. Das heisst bei einem Tumor von 2cm Durchmesser muss eine kreisförmige Resektion von 8-12cm durchgeführt werden. In der Tiefe werden zusätzlich 1-2 Muskelschichten entfernt. Eine solch aggressive Chirurgie ist notwendig um den Tumor komplett zu entfernen und eine Neuentstehung zu verhindern oder möglichst lange hinaus zu zögern. Bei grösseren Tumoren kann durch die Kombination von Chirurgie und Bestrahlung eine möglichst gute Tumorkontrolle erreicht werden.
 
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